Alpenhotel Wittelsbach Ruhpolding
Ein Haus lebt erst durch seine Geschichte. Die Geschichte unseres Hauses geht ins vorletzte Jahrhundert zurück, durch zwei Weltkriege und fünf Generationen. Wir sind heute sehr stolz darauf, diese Geschichte weitererzählen zu dürfen und selbst dazu beizutragen, diese weiterzuführen.

Brauerei seit 1872 . . .

Seit 1872 wird bereits im Eiskeller des heutigen Hotels, im "Bräuhaus" feines, bayerisches Bier gebraut. Max Zeller "Dirnbergerbauer in Ruhpolding" ist "Bierbräuer in Ruhpolding". 1873 wird bereits eine Fasshalle nebst Hofraum, Bierkeller und Kegelbahn dazugebaut. Im Repertorium ist zu lesen "Wurzgarten".

1888 eröffnet Georg Stockmaier sein Hotel

Im Jahr 1886 wurde der Grundstein des Hotels gelegt. Italienische Steinmetze kommen nach Ruhpolding und bauen einige schöne Häuser. Darunter auch das Hotel "Gasthof Stockmaier" das heutige Alpenhotel Wittelsbach, welches im August 1888 feierlich vom Bierbrauer Georg Stockmaier und seiner Frau Maria eröffnet wird.

1892 Neubau des "Glassalon"

Im Juli 1892 wird die heutige "Veranda" des Restaurants als "Glassalon" eröffnet. 1898 wird die Kegelbahn abgebrochen und die Villa Rauschberg neu auf dem Bierkeller erbaut. Im Repertorium steht zu lesen: "Wohnhaus mit Stall, Schlachthaus mit Wasch- und Backhaus, Remise, Bräuhaus mit Bierkühl- und Fasshalle und Bierkeller, Hofraum.

Anton Gillitzer kommt nach Ruhpolding . . .

. . . und kauft den Gasthof 1906. Er ist Münchner und war bereits viel im Hotelfach im Ausland unterwegs. Unter anderem arbeitete er in London, Paris und auf einem großen Atlantikkreuzer. Sein Onkel Thomas Gillitzer hatte einige Jahre früher in Rosenheim das Hotel "Deutscher Kaiser", das damals "eleganteste Hotel Oberbayerns im Barockstyl" eröffnet, im heutigen Gillitzerblock.

1913 kommt Margarethe nach Ruhpolding

. . . und heiratet Anton. Margarethe Berghammer kommt aus Ampfing und entstammt einer großen Wirtefamilie. Die Familie betreibt damals mehrere Wirtshäuser mit Metzgereien und Landwirtschaften. Sie ist die Wirtin im Wittelsbach und glücklich in Ruhpolding.

Ein 4-Mäderl-Haus

Margarethe mit 3 Mäderl

In der Zeit von 1913 bis 1920 werden 4 Mädchen geboren. Die zweitälteste, Elisabeth (ganz rechts), wird später das Hotel übernehmen. Der Vater muss in den 1. Weltkrieg ziehen und kommt gesund, aber traumatisiert zurück. 1936 heiratet Elisabeth Eduard Conrad, wieder ein Münchener mit Wurzeln in Liechtenstein.

Die Kriegsjahre

Im Jahr 1937 kommen 3 Mädchen zur Welt. Ingeborg im Januar und die Zwillinge Lieselotte und Rosemarie im Dezember. Ein 3-Mäderl-Haus. Die Jahre des 2. Weltkriegs bringen anfangs noch viele Gäste ins Haus. Doch dann wird das Hotel vom Nazi-Regime übernommen und beherbergt nach einem Mutter-Kindheim ein Kriegslazarett. Nach dem Krieg übernehmen die amerikanischen Besatzer das Hotel und quartieren US-Soldaten ein. Erst 1948 darf Eduard das Hotel wieder als solches führen und es beginnen die Aufbaujahre. Anton muss viele Grundstücke, die damals zum Hotel gehören, verkaufen, um das Haus sanieren und modern ausstatten zu können.

 

Die 50er und 60er Jahre . . .

1953 trennt sich das Ehepaar und Eduard geht nach München zurück. Von da an leitet Elisabeth das Hotel alleine und wird bekannt als eine besonders gute Gastgeberin und Garantin für höchste Qualität. Die jüngste Tochter Rosemarie besucht schon die Hotelfachschulen in München, Bad Hofgastein und in der Schweiz, um der Mutter zur Seite stehen zu können. 1959 wird der Aufzug eingebaut.

 

Ein Rheinländer kommt nach Bayern . . .

. . . und verliebt sich in Rosemarie. Wolfgang Eismann reist aus Königswinter als Gast an und ihm gefällt die Tochter des Hauses. Das Anbändeln ist wohl nicht leicht, aber nach mehrmaligen Besuchen im Hotel gelingt es ihm, Rosemarie zu überzeugen. 1964 heiraten die beiden und arbeiten zusammen mit im Betrieb. Drei Buben kommen zur Welt. 1973 übernehmen Rosemarie und Wolfgang das Hotel. 1978 wird das Hotel für 5 Jahre Vertragspartner des Landschaftsverbandes Rheinland.

1986 Komplettumbau der Gästezimmer

Alle Zimmer werden komplett renoviert. Die schönsten Möbel werden aus Italien eingekauft. Die Gemeinde baut die Tiefgarage unter dem Wittelsbacherplatz (heute Rathausplatz). Marcus, der jüngste Sohne, geht in den Schwarzwald zur Ausbildung im Hotelfach. Sein Bruder Frank lernt Metzger im Haus und Ralph absolviert seine Ausbildung zum Barmeister.

Die 4. Generation des Hauses

1992 kommt Marcus nach seinen Lehr- und Wanderjahren nach Haus und bringt Anja mit, die aus Essen stammt. Die beiden haben sich bei der Arbeit im Schwarzwald kennen- und lieben gelernt und heiraten im Juni 1993. 1996 wird die Hotelbar neu und die Küche umgebaut. Zum Millennium gibt es eine große Party im Haus. 2001 kommt Anne-Sophie, das dritte Kind zur Welt. Anja und Marcus übernehmen das Hotel 2010.

Umfangreiche Modernisierung

In 2010-2011 erfolgen umfangreiche Renovierungsmaßnahmen: Vom Keller bis zum Dach wird modernisiert und zukunftsweisend saniert. Dazu hält modernes Design Einzug im Haus und damit eine Symbiose von Tradion & Design. Mit der Fassadenrenovierung im April-Mai 2011 sind die Umbauten erst einmal abgeschlossen. Im November 2011 wird bereits das Restaurant renoviert und neu designed.